Niederfeldsee

Neue Wohnqualität in Altendorf:

Große Veränderungen im Stadtumbaugebiet Bochold-Süd und Altendorf-Nord entlang der ehemaligen Güterbahntrasse der Rheinischen Bahn sind bereits deutlich zu erkennen. Die neue Grünverbindung mit dem Radweg Rheinische Bahn und dem Abtrag des Bahndamms an der Rüselstraße sind bisher die markantesten Veränderungen.

Nun werden die weiteren Planungen für die Anlage des ca. 2,2 ha großen Niederfeldsees zwischen der Rüselstraße im Süden und dem Sälzerbach im Norden umgesetzt.

Planung:

Der See liegt innerhalb einer geplanten 3,4 ha großen Grünanlage. Im südlichen Abschnitt erstreckt sich der See von der Rüselstraße aus bis zur Trasse der Rheinischen Bahn. Die Uferkante, die parallel zur Rüselstraße verläuft, wird als begehbare, grüne Stadtteilpromenade mit Sitz- und Aufenthaltsbereichen ausgestaltet, die sich bedingt durch die vorgegebene Topographie in eine obere und eine untere Promenade aufteilt. Die untere Promenade ist in einer Breite von 4 m vorgesehen, die zur Böschung hin mit einer Sitzmauer ausgestattet wird. Unterbrochen wird die Sitzmauer durch drei Stufenanlagen mit kleinen eingeschobenen Balkonen.

An den West- und Ostufern des Sees, der Grieperstraße und der Niederfeldstraße, entstehen Begegnungspunkte mit Sitzmauern, Sitztreppen, Aussichtsbalkonen und Rasenflächen.

Im nördlichen Abschnitt erstreckt sich der See ausgehend von der Trasse der Rheinischen Bahn nach Norden bis nahe dem Sälzerbach. Die Ufer werden weitgehend natürlich modelliert und mit Röhrichtzonen und Ufergehölzen gestaltet. Das unmittelbare Umfeld des Sees wird aus einem Wechsel von Liege- und Spielwiesen, blütenreichen Extensivwiesen und Raum bildenden Gehölzen eingefasst. Ein gewässernaher Rundweg verbindet die verschiedenen Bereiche miteinander. Um dann auch weiterhin die Durchgängigkeit des Rad-/ Gehweges der Rheinischen Bahn zu ermöglichen, ist eine Brücke über den See erforderlich.

Für die Planungen sind Landschaftsarchitekten und Bauingenieure verpflichtet, wobei die Planungsgemeinschaft Helmut Fox / Dietmar Hoffjann für den Landschaftsbau verantwortlich ist und das Ingenieurbüro Asmus & Prabucki für den Erdbau und die Abdichtung. Die Entwurfsplanung der Brücke führt das Architekturbüro Ahlbrecht aus.

Baudurchführung:

Die Ausformung des Seekörpers sieht Flach- und Tiefwasserzonen mit bis zu 5m Tiefe vor, um dem Stillgewässer möglichst stabile gewässerökologische Eigenschaften zu verleihen. Zur weiteren Stabilisierung und Sicherheit sind Böschungsneigungen von 1:3 in tieferen Zonen und in Ufernähe bis 1:5 vorgesehen. Der Seekörper erfordert den Aushub von ca. 60.000 m³ Bodenmassen. Als Abdichtung zum Untergrund werden Bentonitmatten mit einer bis 40cm starken Überdeckung mit Sand und Kies verwendet. Zur Sicherung des Ufers und der dort liegenden Abdichtungsschicht sind Steinpacklagen vorgesehen, die sich größtenteils unterhalb der Wasserlinie befinden. Aus gestalterischen und ökologischen Gründen soll diese Ufersicherung mit ingenieurbiologischen Maßnahmen, wie die Verwendung von Röhrricht- sowie Schilfmatten- und –walzen kombiniert werden. Gespeist wird der abgedichtete See über eine Grundwasserförderung eines separaten Brunnens und durch Regenwasserabkopplungen benachbarter Dachflächen.

Zur Gesamtmaßnahme gehört ferner der Grünzug Im Klipp, welcher eine Grünverbindung von der Rüselstraße bis zur Hüttmannstraße vorsieht. Auch der Umbau der Straßen, insbesondere Markscheide und Amixstraße ist Bestandteil der Stadtumbaumaßnahme.

Bei der Baudurchführung sind mehrere Unternehmen beteiligt. Den Erdbau und die Abdichtung führt die Arbeitsgemeinschaft Heinrich Walter Bau GmbH / Eurovia Teerbau GmbH aus, den Landschaftsbau die Firma Sieg GmbH Garten- Landschafts- und Sportplatzbau und den Brückenbau übernimmt die Stahlbaufirma Bohlen AG.

Förderung:

Die Planungs-, Herstellungs- und Grunderwerbskosten des Niederfeldsees werden durch das Städtebauinvestitionsprogramm des Landes NRW gefördert. Das Programm setzt sich dabei aus Fördermitteln der Europäischen Union, des Bundes und des Landes NRW zusammen.

Die Förderung beträgt 80% der Baukosten von 8.115.000 €.

(Quelle: Stadt Essen)